Einzel- & Gruppenunterricht

Zur Frage der Unterrichtsgestaltung gehört auch die Wahl der geeigneten Unterrichtsform (Einzel- und/oder Gruppenunterricht). Gerade für den Beginn des Instrumentalspiels erweist sich die Gruppe in vielfacher Hinsicht als geeignete Form. Jüngere und ältere Schüler erleben die Gruppensituation als motivierend. Die in der Gruppe gegebene Partnerschaft bietet die Möglichkeit gegenseitiger Anregung sowie auch gegenseitiger lerneffektiver Kontrolle im Hinblick auf die Schulung der Hör- und Beobachtungsfähigkeit.

Improvisationsübungen und experimentelle Ansätze werden durch die Gruppenform begünstigt. Schließlich bietet die Gruppe vielfältige Möglichkeiten des elementaren Musizierens im Ensemble. In der Praxis hat sich – je nach Instrument – die Zahl von 2 – 4 Schülern als besonders förderlich erwiesen.

Sinnvoller Gruppenunterricht erfordert

  • eine homogene Zusammensetzung nach Alter und Entwicklungstand,
  • die Möglichkeit der Veränderung der Zusammensetzung der Gruppe,
  • die Möglichkeit von zusätzlichem Einzelunterricht nach Bedarf.

Das Besondere des Einzelunterrichts

Neben dem Gruppenunterricht bleibt der Einzelunterricht eine unverzichtbare Unterrichtsform. Das Ziel, die Schüler zu einem ausdrucksstarken und befreiten Musizieren hinzuführen, erfordert ein intensives und psychologisch feinfühliges Eingehen auf seine Persönlichkeit.

Die jeweiligen Vorteile des Gruppen- und Einzelunterrichtes werden durch entsprechende organisatorische Maßnahmen koordiniert und führen somit zu optimalen Unterrichtsergebnissen.

Elternmitarbeit

Der Unterrichtserfolg ist nicht zuletzt auch davon abhängig, inwieweit die pädagogische Intention der Lehrkraft im häuslichen Bereich des Schülers eine Entsprechung findet. Es ist deshalb wichtig, durch regelmäßige Kontakte mit den Eltern Konsens über die Zielsetzungen des Unterrichts anzustreben. Einsicht in die erzieherischen Einflüsse, denen der Schüler außerhalb der Musikschule unterworfen sind, kann zu einem besseren Verständnis eventueller Probleme und damit zur Entwicklung angemessener Arbeitskonzepte beitragen.